Kurzer Kontext: Wir haben mit Pacioli (amortec.com/pacioli) in den letzten 2 Jahren eine standardisierte PostgreSQL-Datenbank für Accounting und Controlling aufgebaut. Die Idee dahinter: Daten aus ERP-Systemen wie SAP, Abacus & Co. übernehmen, intelligent standardisieren und sauber strukturieren: nach Kontenplan, KST, Projekten und weiteren Dimensionen. Das Ergebnis ist eine «Single Source of Truth», die sich direkt für Power BI, Excel Pivot und neu mit lokalen KI-Modellen (Ollama/OpenWebUI) nutzen lässt.
Wenn die Datenbasis für Accounting- & Controlling-Reporting-Zwecke einmal im Pacioli steht, ist diese auch als Zusatznutzen gerade AI-ready. Klassisch haben wir diese Daten für Reportings und Dashboards mit mehrdimensionalen Standard-Power-BI-Berichten verknüpft und für ad-hoc Analysen mit Power-Pivot darauf zugegriffen.
Mit Claude Code tun sich natürlich aber jetzt ganz neue Möglichkeiten auf. Wir können in Pacioli auf die entsprechenden Buchhaltungs- und Controlling-Daten mit lokaler KI zugreifen und mit Claude Code zielgerichtete, individuelle Reports, Auswertungen und Dashboards bauen. Und genau das wollte ich mit der Python-Bibliothek PandasAI einmal austesten.
In rund 2 Stunden hat mir Claude Code auf den Daten unseres Test-Mandanten ein umfassendes Reporting erstellt. Und dabei habe ich Claude Code bewusst freie Hand bei Darstellungen und Grafiken gegeben. Anschliessend habe ich per Whisper sogar noch eine Spracheingabe integriert, sodass man Fragen auch per Mikrofon stellen kann. Eine weitere Stunde: 3 Stunden Gesamtaufwand.
👉 Das Ergebnis: 9 spezialisierte Analyse-Dashboards.
Darunter:
💬 Ein Chat-Interface für Fragen in natürlicher Sprache („Top 5 Kostenkonten im Q3?“)
📊 PowerBI-Dashboard-Replikationen
📈 Budget Variance Analysis mit Waterfall Charts und Heatmaps
🎯 Produktrentabilitäts-Analyse mit Deckungsbeiträgen
🔮 Forecast & Zeitreihenanalyse inkl. Prophet-Integration
📋 KPI-Dashboard mit Ampelsystem und automatischen Alerts
🔍 Ein Explorations-Dashboard für Ad-hoc-Analysen
Alles filterbar über 5 Dimensionen. Alles interaktiv. Alles mit der Möglichkeit, den Daten direkt Fragen zu stellen.
Und was macht die individuelle Programmierung mit Claude Code so interessant? Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Fragestellungen, Herausforderungen und Schwerpunkte. KI kann diese schnell und aussagekräftig in die richtige Diagramm-Darstellung bringen. Gezielt und auf den Punkt und das in Minuten! Einfach krass.
Natürlich ist das erst ein erster Test. Aber er zeigt, wohin die Reise gehen könnte: Evtl. weg vom starren Standard-Reporting, hin zu einem Reporting, das sich den konkreten Fragestellungen des Unternehmens anpasst:
➡️ generiert durch KI
➡️ gesteuert durch die Menschen, die die richtigen Fragen stellen.
Was meint ihr: Könnte KI-generiertes Reporting das klassische Dashboard-Building ablösen?

