Ich habe mit Claude Code ein neuronales Netz nicht einfach nur erklären lassen, sondern Schritt für Schritt selbst in Python implementiert und direkt an einem echten Beispiel angewendet.
Die konkrete Aufgabe war klar:
Ein neuronales Netz so aufbauen und trainieren, dass es handgeschriebene Ziffern von 0 bis 9 erkennen kann. Eine Vorstufe auf dem Weg zum automatischen Erkennen der Kontierung von Kreditoren-Rechnungen.
Als Datengrundlage habe ich die MNIST-Datenbank verwendet: 60’000 Trainingsbilder und 10’000 Testbilder mit handgeschriebenen Ziffern von 0 bis 9.
Die Aufgabe klingt zunächst überschaubar, ist es aber nicht wirklich. Denn wenn man ein neuronales Netz nicht einfach mit einem Framework nutzt, sondern die Logik dahinter selbst nachvollziehen und programmieren will, muss man Themen wie Schichten, Gewichte, Aktivierungsfunktionen, Backpropagation, Lernrate und Training wirklich verstehen. Mit Claude Code hatte ich dabei einen Assistenten, der die einzelnen Schritte nicht nur programmiert, sondern auch verständlich erklärt hat.
Was wir (Claude Code & ich) gemacht haben:
✅ Virtuelle Python-Umgebung aufgebaut
✅ Ein neuronales Netz mit 3 Schichten selbst programmiert
✅ Die MNIST-Daten heruntergeladen und visualisiert
✅ Das Modell trainiert und getestet
✅ Fehler analysiert und falsche Vorhersagen sichtbar gemacht
✅ Parameter wie Lernrate, Anzahl Knoten und Epochen systematisch verglichen
✅ Die besten Gewichte gespeichert
✅ Zum Schluss eine kleine Applikation gebaut, in der ich eine Ziffer aufmalen kann und mein trainiertes neuronales Netz diese erkennt
Das Resultat:
Ein vollständig in Python umgesetztes neuronales Netz, ohne TensorFlow oder PyTorch, nur mit numpy, scipy und matplotlib.
🔝 Die Trefferquote lag bei 97.13 %.
Was ich an Claude Code spannend finde:
Ich konnte nicht nur Code erzeugen, sondern mir die einzelnen Schritte auch sauber erklären lassen. Genau das ist für mich der eigentliche Mehrwert. Wenn Zusammenhänge verständlich erklärt werden, kann man auch anspruchsvollere Themen Schritt für Schritt umsetzen und besser nachvollziehen, was im Hintergrund passiert.
Nun kommt der nächste Praxisschritt:
👉 Die Kontierung von Kreditoren-Rechnungen.
Dafür brauche ich dann nicht 60’000 handgeschriebene Ziffern, sondern eher 60’000 Rechnungen :-).

